Sozialpsychiatrisches Zentrum Mainkofen

Ausbildungsumlage in der Pflege

2021 wurde die generalistische Pflegeausbildung nach dem neuen Pflegeberufegesetz (PflBG) eingeführt. Der Gesetzgeber will so die Pflegeberufe stärken und eine Steigerung der Auszubildendenzahlen erreichen. Er hat entschieden, für die Finanzierung dieser Pflegeausbildung ein Umlageverfahren einzuführen. Neben dem Freistaat Bayern, der Pflegeversicherung und den Krankenhäusern werden auch alle (teil-)stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen und ihre jeweiligen Bewohner für das Aufbringen der notwendigen Geldmittel i.H.v. insgesamt 429.545.529,59 € in Bayern für das Jahr 2021 herangezogen. Die Höhe des Finanzierungsbedarfs wird nach den Vorgaben des Pflegeberufegesetz für jedes Kalenderjahr neu ermittelt. Damit ändert sich die Höhe des von uns zu leistenden Umlagebetrags künftig jeweils zum 01.01. eines Jahres.

Der auf alle (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen in Bayern zusammen ermittelte Finanzierungsanteil am gesamten Finanzierungsbedarf wird nach den Vorschriften des Pflegeberufegesetz (PflBG) und der Pflegeberufeausbildungsfinanzierungsverordnung (PflAFinV) ermittelt und mittels Bescheid der zuständigen Behörde auf jede einzelne (teil-)stationäre Pflegeeinrichtung in Bayern aufgeteilt. Der festgesetzte Umlagebetrag muss dann von allen Pflegeeinrichtungen in Bayern in einen sogenannten Ausbildungsfonds einbezahlt werden, aus dem dann die Kosten der neuen Pflegeausbildung in Bayern refinanziert werden.

Nach dem Pflegeberufegesetz sind diese Kosten bei der Vergütung der erbrachten Pflegeleistungen, also im Pflegesatz, zu berücksichtigen. Die mit den Landesverbänden der Pflegekassen und dem Bezirk geschlossene Pflegesatzvereinbarung wird daher um die Vereinbarung zur Vergütung der Ausbildungsumlage nach dem PflBG ergänzt und die Ausbildungsumlage in Rechnung gestellt.

Weiterführende Informationen zur Ausbildungsumlage erhalten Sie unter:
http://www.pflegeausbildungsfonds-bayern.com