Sozialpsychiatrisches Zentrum Mainkofen

Informationen zur Aufnahme

Aufnahmevoraussetzungen
Der primäre Einzugsbereich des sozialpsychiatrischen Zentrums Mainkofen beschränkt sich auf den Regierungsbezirk Niederbayern. Klienten können in die Übergangseinrichtung aufgenommen werden, wenn folgende Dokumente vorliegen:

  • Kostenzusage des Sozialhilfeträgers

  • Abschlussbericht (HEB C) des Gesamtplanverfahrens, Sozialbericht bzw. Pflegebericht

  • psychiatrische Diagnose, aktueller Arztbericht, Epikrise, Aufnahmebogen „Sozialverhalten“

  • Bestätigung über vorangegangene Entgiftung bei bekannter Suchtmittelproblematik

Einschränkungen in der Aufnahme
Die nachfolgend genannten Ausschlusskriterien sind als Anhaltspunkte zu verstehen.

  • Klienten mit andauernder Pflegebedürftigkeit oder fortgeschrittener dementieller Erkrankung

  • Klienten mit einer Suchterkrankung ohne vorherige Entgiftung

  • Klienten ohne erkennbaren Wunsch nach dauerhafter Abstinenz

  • Klienten mit akut infektiösen Erkrankungen

  • Klienten mit Mischkonsum von Alkohol und Amphetaminen (Chrystal Meth

  • Klienten, die in einem ambulanten Versorgungssetting betreut werden können

  • Klienten mit akuter Suizidgefährdung

  • Klienten mit mittelgradiger bis schwerster Intelligenzminderung mit zusätzlichen psychischen Erkrankungen und/oder massiven Verhaltensauffälligkeiten und/oder herausforderndem Verhalten

  • Klienten mit Autismus/Autismus-Spektrum-Störung

  • Klienten mit Systematrophien, das ZNS betreffend (z.B. Chorea Huntington).

  • Klienten unter regelmäßig häufiger, starker und nicht medikamentös einstellbarer Epilepsie

  • Klienten mit einer vordergründigen, alltagsbestimmenden Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit in Komorbidität mit einer psychischen/seelischen Erkrankung

  • Klienten mit zielgerichteter und akuter körperlicher Aggressivität bzw. gewalttätigem Verhalten

  • Klienten, die eine dauerhafte mechanische körpernahe Mehrpunktfixierung aufgrund einer Selbst- oder Fremdgefährdung benötigen.

Informationen zur Aufnahme
Die erste Kontaktaufnahme erfolgt normalerweise über rechtliche Betreuer, Angehörige, Klinikmitarbeiter, Mitarbeiter einer außerklinischen Einrichtung oder den sozialpädagogischen Fachdienst des Bezirks Niederbayern. Hierfür sind eine Epikrise, ein Sozialbericht und/oder ein Arztbericht einzureichen. Zur Klärung der Passung führt der Sozialdienst ein Vorgespräch gemeinsam mit dem zuständigen Personal der abgebenden Einrichtung, dem rechtlichen Betreuer des Klienten, sowie dem Klienten. Vor der Aufnahme findet eine Personen- oder Helferkonferenz statt. Hier wird die Notwendigkeit und Angemessenheit der geplanten Maßnahmen überprüft und die Hilfeplanung konkretisiert. Nach Möglichkeit findet die Besichtigung der Einrichtung durch den zukünftigen Klienten und dessen rechtlichen Betreuer statt. Die letztverantwortliche Entscheidung über Aufnahmen und Entlassungen trifft die Einrichtungsleitung.